Die Stadt hat als eine der ersten Maßnahmen des Aktionsplanes Inklusion „Fürth für alle“ einen neuen Wegweiser für Menschen mit Behinderung herausgebracht. Auf 90 Seiten sind vor allem wichtige Anlaufstellen für alle Lebensbereiche aufgelistet.

Übersichtlich, gut verständlich und illustriert mit teils eigens entworfenen Piktogrammen zur Barrierefreiheit sind Adressen zur allgemeinen Beratung ebenso vermerkt wie zu Bildung, Arbeit, Wohnen, Alltag und Freizeit sowie Gesundheit und Pflege. Zudem beinhaltet der Wegweiser auch einen Innenstadtplan, auf dem Behindertenparkplätze und Toiletten für Menschen mit Behinderung verzeichnet sind.

Knapp ein Jahr hat Verena Satzinger von der Fachstelle für Seniorinnen und Senioren und die Belange von Menschen mit Behinderung (fübs) an der neuen Broschüre gearbeitet. Dabei legte sie vor allem Wert auf „klare Gliederung“, im Vergleich zur vorherigen Version aus dem Jahr 2002 ist die aktuelle Ausgabe auch deutlich abgespeckt. Konzentration aufs Wesentliche statt „tonnenweise Informationen“ war dabei Satzingers Devise. Siegfried Reimann jedenfalls gefällt die Neuauflage. „Wunderbar gemacht“, so das Urteil des Vorsitzenden des Behindertenrates.

Fürths Sozialreferentin Elisabeth Reichert wertet den Wegweiser als wichtigen Baustein im Rahmen des Aktionsplanes Inklusion, mit dem die Stadt weiter Barrieren abbauen will. „Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert“, stellt Reichert fest.

Mit der handlichen Übersicht wolle man Menschen mit Behinderung, aber auch deren Angehörigen und letztlich allen Bürgerinnen und Bürgern eine Möglichkeit bieten, sich selbstständig zu informieren und Eigeninitiative zu ergreifen, beschreibt Nina Brötzmann, Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung, ein „leitendes Ziel“ der Broschüre.

Diese soll deshalb auch stets fortgeschrieben und aktualisiert werden, wie Michaela Vogelreuther anmerkte. Fortgesetzt werden soll natürlich auch der rund 120 Einzelmaßnahmen – knapp 80 davon unter städtischer Regie – fassende und in Kooperation mit der Lebenshilfe Fürth entwickelte Aktionsplan Inklusion. „Alles, was möglich ist, wollen wir davon umsetzen“, so die Leiterin des Amtes für Soziales, Wohnen und Senioren-Angelegenheiten.

Der kostenlose Wegweiser liegt zunächst im Sozialrathaus, im Rathaus und in den Bürgerämtern sowie in der Fachstelle fübs aus.

 

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Nina Brötzmann, Michaela Vogelreuther, Elisabeth Reichert, Verena Satzinger und Siegfried Reimann (v. li.) präsentieren den neuen Wegweiser, der einen wesentlichen Beitrag zur inklusiven Stadtgesellschaft beitragen soll. Foto: Ebersberger

 

                                                                                                   *18.3.2020

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© Behindertenrat Fürth